Arbeitsmarkt und Weiterbildung

Von Heinz - Volker Viehof

 

 

Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, das zwar immer wieder über die Schaffung neuer Arbeitsplätze diskutiert wird, dass jedoch in der Praxis dafür nur sehr wenig getan wird?

In den siebziger und achtziger Jahren (des vorigen Jahrhunderts bzw. Jahrtausends) haben sich noch Politiker aller Parteien vor Arbeitnehmer gestellt und vollmundig behauptet „die Arbeitsplätze in der Industrie sind sicher!“

Zur gleichen Zeit wussten aber schon hunderttausende von Wissenschaftlern und Ingenieuren und Technikern welche Dimension die Rationalisierung erreichen wird.

Hiervon sind vor allem Minderqualifizierte Arbeitsplätze betroffen,

hinzu kommt die schlechte Konkurrenzfähigkeit* gegenüber ausländischen Firmen (war damals aber auch schon abzusehen), meiner Meinung nach wurde

die Arbeitnehmerschaft von den Politiken verarscht (die Politiker haben ihren Job ja leider nicht verloren).

Die heutigen Probleme sind Hausgemacht, man hat es versäumt die Leute entsprechend zu Informieren und dann auch zu Qualifizieren.

Aber leider wird heute noch nicht einmal die Qualifikation, Umschulung und

Weiterbildung von Arbeitnehmern konsequent gefördert.

Hier klafft eine riesige Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Und dann ist auch noch auf einmal von denselben Leuten (Politikern) eine Idee zu hören fertig ausgebildete Informatiker aus Indien für’n Schnäppchenpreis zu Importieren.

Diese unselige Diskussion liegt zwar mittlerweile einige Zeit zurück, aber mir kocht noch heute die Galle hoch wenn ich an diese Frechheit zurückdenke.

Glasklar, Bildung und Ausbildung sind natürlich teuer, aber der Staat hat das Geld vom Steuerzahler lediglich treuhändlerisch bekommen, das bedeutet das gefälligst wichtige Dinge wie Fort-, Aus-, und Weiterbildung Vorrang haben vor

Irgendwelchen Idiotischen Großprojekten und Regierungsprachtbauten!

Schließlich haben die Politiker die Situation durch ihre Lügen und durch ihre miserable Bildungs- und Steuerpolitik (zu hohe Steuerlast für Arbeitnehmer – schlecht für den Inlandsmarkt und zu hohe Steuern für Unternehmer – schlecht für Investitionen und Neueinstellungen.) selbst herbeigeführt.

Und die Lösung kann nicht alleine in einer Hartz IV Reform liegen, bei der Arbeits- und Weiterbildungswilligen mal wieder die eiskalte Faust des Staates

Mitten in die Fresse Schlägt (Gelten „Zumutbarkeitsregeln“ auch für Politiker? Aber wie gesagt, die werden leider nicht Arbeitslos). Ich würde gerne Herrn Schröder und Frau Merkel gemeinsam beim Müllaufsammeln in öffentlichen Anlagen sehen ;-) .

Klar ,wenn jemand weder Lust hat zu Arbeiten ,noch sich Weiterzubilden sollte man demjenigen die Mittel ganz streichen (ist in meinen Augen keine Soziale Härte ,der kann ja betteln gehen), aber sobald ein Arbeitsloser freiwillig nach Fort-, Weiterbildungs-, oder Umschulungsmaßnahmen fragt ,sollte demjenigen alle Unterstützung zuteil werden ,er oder sie sollten entsprechend finanziell gefördert werden, und die Maßnahmen sollten gänzlich unbürokratisch bewilligt werden. Wer natürlich ausdrücklich auf das „Recht“ auf einen Hilfsarbeiterjob besteht, der sollte zur Verleiharbeitsfirma geschickt werden.

Die Arbeitagentur sollte außerdem den Bildungswilligen den Rücken freihalten, und Sie nicht noch extra durch das Ausfüllen unsinniger Formulare mit Mehrarbeit belasten die zur Erreichung des Ausbildungsziels nicht nötig ist!

Da die reguläre Vollzeitumschulung mindesten 35 – 40 Wochenstunden umfasst, und sich derjenige oft auch um Haushalt und evtl. Familie kümmern muss, sollte

Die Arbeitsagentur auch Sozialarbeiter beschäftigen, die sich zum Beispiel um solche Dinge wie Schriftverkehr mit anderen Behörden und Institutionen kümmern, so dass der Bildungswillige auch seine ganze Energie in die Aus-, oder Weiterbildung Investieren kann!

 

Nur mit Hochqualifizierten Arbeitnehmern kann unsere Wirtschaft konkurrenzfähig bleiben!

 

m. f. G.:

Heinz - Volker Viehof

 

 

 

*Anmerkung: bei unterschiedlichem Qalitätsniveau, bei gleicher Qualität ist der

Deutsche Anbieter sehr oft günstiger als der Asiatische Wettbewerber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

arbeitsmarkt&weiterbildung/html-version/hvviehof/14.09.2004

geändert: 15.09.2004